Build
Von der Spezifikation zum produktionsreifen Inkrement
In der Build-Phase implementieren Multi-Agenten-Systeme die Ziellösung auf Basis der qualitätsgesicherten Spezifikationen aus Analyse und Design. Beraterinnen und Berater steuern die Agenten, sichern die Qualität über Reviews und Policies und halten die DORA-Metriken der Lieferstrecke auf Elite-Niveau.
Einordnung der Phase im TRANSFORM-Vorgehensmodell
Vorgehensmodell
Ergebnis sind produktionsreife, getestete Inkremente mit vollständiger Traceability von der Anforderung bis zum Code — geliefert in kurzen Zyklen über eine trunk-basierte, vollautomatisierte Integrationsstrecke.
Delivery-Setup & Definition of Done
Aufsetzen der agentischen Lieferstrecke (Repositories, CI, Policies, Umgebungen); Vereinbarung von Definition of Done, Codierungs- und Review-Standards mit dem Kundenteam.
Spezifikationsgetriebene Agenten-Implementierung
Zerlegung der Epics in agentenfähige Arbeitspakete mit präzisen Akzeptanzkriterien; Multi-Agenten-Codegenerierung gegen die Verträge und ADRs der Design-Phase.
Kontinuierliche Integration & Review
Trunk-based Development mit kleinen Batches; jede Änderung durchläuft automatisierte Prüfungen und ein menschliches Review der fachlich kritischen Pfade.
Qualitäts- & Sicherheits-Gates
Statische Analyse, Dependency- und Secret-Scanning, Architektur-Konformanzprüfung gegen die Zielarchitektur; Policy-Gates blockieren nicht-konforme Änderungen.
Mess- & Lernschleife
Kontinuierliche Erhebung der DORA-Metriken und der Agenten-Effektivität; Retrospektiven zur Verbesserung von Prompts, Kontexten und Arbeitspaket-Schnitt.
Methodik-Mix
Agentische Implementierung mit menschlicher Qualitätshoheit
| Methode | Einsatzzweck im TRANSFORM-Kontext | Referenz |
|---|---|---|
| Trunk-Based Development | Kleine, kurzlebige Branches und tägliche Integration; Voraussetzung für agentische Liefergeschwindigkeit ohne Merge-Konflikte. | trunkbaseddevelopment.com |
| Continuous Delivery | Deployment-Pipeline mit automatisierten Qualitätsstufen; jede Änderung ist potenziell releasefähig. | Humble & Farley (2010) |
| Test-Driven Development | Testgetriebene Spezifikation der fachlich kritischen Logik; Akzeptanztests als ausführbare Anforderungen für die Agenten. | Beck (2002) |
| DORA-Metriken | Deployment Frequency, Lead Time, Change Failure Rate und MTTR als empirisch validierte Steuerungsgrößen der Lieferstrecke. | Forsgren, Humble & Kim (2018) |
| Clean Code & SWEBOK | Verbindliche Codierungs- und Wartbarkeitsstandards; SWEBOK als Referenzrahmen der Software-Engineering-Disziplinen. | IEEE CS (SWEBOK v4) |
| ReqPOOL Agentic Engineering Playbook | Hausinterner Standard für Arbeitspaket-Schnitt, Kontext-Engineering, Agenten-Reviews und Mensch-Agent-Arbeitsteilung. | ReqPOOL (intern); vgl. Anthropic (2024) |
Plattform-Unterstützung
ReqPOOL Suite: reqCoder (KI-Softwareentwicklung) · Estimation Manager (Schätzen · Scopen · Steuern)
reqCoder — agentische Implementierung (Coming soon)
EU-basierte KI entwickelt die Software direkt aus dem AI Coding Intent — kein Training mit Kundendaten, lückenloser Audit-Trail; menschliche Engineers prüfen, härten und integrieren den generierten Code.
Specification as Code als Arbeitsgrundlage
Der KI-generierte Implementierungsauftrag aus dem Estimation Manager (Masken, Use Cases mit Akzeptanzkriterien, Geschäftsobjekte, Schnittstellen, Rechte-Matrix) dient als direkte Arbeitsgrundlage der agentischen Entwicklung.
Estimation Manager — Scope-Steuerung im Build
Scope-Änderungen während der Implementierung werden als versionierte Change Requests erfasst; Scope-Drift wird laufend gegen die Baseline gemessen.
Traceability über IDs
Anforderungs-IDs aus Spezifikation und Coding Intent verknüpfen Arbeitspakete, Code und Testfälle — lückenlose Nachweisführung für Audits und Quality Gates.
Best Practices der Plattformnutzung
- Arbeitspakete entlang der Use Cases des AI Coding Intent schneiden — klarer Kontext, ausführbare Akzeptanzkriterien, begrenzter Blast-Radius.
- Akzeptanzkriterien vor der Generierung als Tests formulieren; die KI implementiert gegen ausführbare Anforderungen.
- Menschliche Reviews auf fachlich kritische Pfade und Architekturgrenzen fokussieren; generierten Code nie ungeprüft integrieren.
- Jede Scope-Änderung sofort als Change Request im Estimation Manager erfassen — Scope-Drift wird gegen die Baseline gemessen (Gate: Code complete).
- DORA-Metriken wöchentlich im Team reviewen; Verschlechterungen als Impediment behandeln, nicht als Berichtsgröße.
- Prompts und Kontextpakete versionieren und in Retrospektiven verbessern — Agenten-Effektivität ist ein Engineering-Artefakt.
Artefakte & Ergebnisse
- Produktionsreife, getestete Inkremente je Release
- Vollständige Traceability Anforderung → Code → Test
- Automatisierte Integrations- und Qualitätsstrecke
- Migrierte und modernisierte Legacy-Komponenten
- DORA-Metrik-Baseline und Delivery-Report
Quality Gate — Build
Der Übergang in die Folgephase erfolgt über ein formales Quality Gate (Go/No-Go). Die Gate-Kriterien werden im Gate-Review dokumentiert und vom Engagement Lead freigegeben.
- Alle Inkremente erfüllen die Definition of Done
- Policy-Gates ohne offene Ausnahmen bestanden
- Traceability-Kette lückenlos nachgewiesen
- DORA-Metriken im vereinbarten Zielkorridor
Wissenschaftliche Vertiefung
Empirische Grundlage der DORA-Metriken und Hochleistungs-Delivery.
Laufende Forschung zu Software-Delivery-Performance inkl. KI-Einfluss.
Standardwerk der Deployment-Pipeline und Release-Automatisierung.
Grundlagenwerk des testgetriebenen Vorgehens.
Body of Knowledge des Software Engineering.
Entwurfsmuster für zuverlässige agentische Systeme.
Best-Practice-Anleitung: Phase Build
Kompakte Checkliste mit Vorgehensmodell, Methodik-Mix und Plattform-Best-Practices für den Einsatz im Engagement.
Best-Practice-Anleitung als PDF laden